Jeder Mensch kommt mit einem speziellen Schicksal auf diese Welt

Jeder Mensch
kommt mit einem speziellen Schicksal auf diese Welt.
Er hat etwas zu vollbringen,
eine Nachricht zu vermitteln,
eine Arbeit fertigzustellen.
Osho

Neulich unterhielt ich mich mit einem Freund über die Möglichkeit von Reinkarnationen. Bis heute habe ich dazu noch keine zufriedenstellende Haltung entwickeln können.

Einerseits erscheint es mir skurril, dass jeder Mensch oder jedes etwas eine wiedergeborene Seele beinhalten soll, da die Anzahl der lebenden Menschen erst in den letzten Jahrzehnten rasant gestiegen ist. Der Großteil aller Menschen überhaupt hat also in den letzten Jahren gelebt. Die meisten ihrer Seelen müssten demnach „frisch“ sein, könnten -aus meinem Blickwinkel heute – kaum wiedergeboren sein.

Andererseits gibt es vielleicht eine Art kollektives Bewusstsein, aus dem die jeweiligen Seelen stammen und zurückkehren. Passend dazu der Gedanke, dass alles miteinander verbunden ist, alles aus gleichen Atomen besteht, demselben Kern entspringt. Die Erfahrung, die eine Seele macht, kommt demnach allen zugute. Das erklärt vielleicht warum es weltweit zu so vielen parallel stattfindenden Erkenntnissen in der Kunst und Wissenschaft kommt. Das, woraus wir unsere Fähigkeiten schöpfen, wäre dann eine gewaltiger Informationspool, aus dem sich jedes Bewusstsein bedient. Man sagt z.B., dass Instinkte nichts anderes wären, als ein kollektives Erinnerungsvermögen, welches bis zu eine Millionen Jahre zurück reicht. Das erklärt zumindest, warum Biber auf der ganzen Welt die gleichen Dämme bauen. 

Oder die Seelen werden mittlerweile lediglich in deutlich kürzeren Intervallen reinkarniert, was wiederum für die Theorie spricht, dass die Menschheit derzeit eine gewaltige Entwicklung vollzieht. Denn viele Leben bedeuten für eine Seele doch schließlich mehr Chancen zu Wachstum und Anpassung.

Er gab mir den interessanten Impuls, dass wir womöglich vor unserer Geburt selbst eine Lektion erwählt haben, die wir lernen möchten. Eine Herausforderung, die wir meistern wollen/müssen, die uns in welcher Form auch immer ständig wiederbegegnen wird, bis wir sie gemeistert haben und damit umgehen können, das volle Potential entfalten. 
Was wäre dann?
Was wäre, wenn wir alle die Vereinbarung angenommen haben, dass wir gut zueinander sind, dass wir nur am Leben, dem Lieben und Lernen interessiert sind, dass diese Erfahrung hier unserem Wachstum dienen soll?
Was wäre, wenn wir das einfach alle vergessen haben?
Wir sind womöglich aus einem Grund hier. Womöglich geben wir unserem Leben diesen Grund aber auch erst im Laufe des Lebens. 
So oder so, Ja zum Leben zu sagen bedeutet wohl Herausforderungen offenarmig anzunehmen und die Bedeutung unseres eigenen Lebens herauszufinden. 
Das Zitat von Osho erinnerte mich wieder an diesen Gedanken.
Danke dafür.

8 Kommentare

  1. Sehr schöne Gedanken. Seele und Reinkarnation sind als Begriffe der Idee der Zeit unterworfen. Was aber, wenn alles gleichzeitig passiert und alles bereits realisiert und ausgedrückt ist? Was wenn wir aus diesem unendlichen Jetzt, aus diesem Meer des kollektiven Bewusstsein nur Erfahrungen schöpfen und in ein Mosaik verbauen, das wir Leben nennen? Dann wären Boris und Lea und Benjamin nur drei Ausdrücke Desselben. Dann wären meine vergangenen und zukünftigen Leben alle bereits da und werden gelebt. Zeit und Raum und Seele und Person wären dann nur Rahmen, die das Bewusstsein benutzt um sich selbst zu erfahren. Als Boris, als Lea, als Benjamin.

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    1. Genau!
      Zeit… Bin immer wieder kurz davor das Gefühl zu haben, es verstanden zu haben, aber so ganz leuchtet mir dieses Phenomen des „alles passiert gleichzeitig“ noch nicht ein 😃

      Kennst du den Film „Cloud Atlas“? Der beschäftigt sich damit. Toller Film!

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      1. „Die Trennung zwischen uns ist reine Illusion.“. Wunderschöner Film. Der hat mich zusammen mit „The Fountain“ auf interessante Wege geführt.

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      2. Dann hier noch zwei Horizonterweiterer:
        Mr.Nobody
        Waking Life

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      3. Und zur Zeit hab ich klar auch keine Finale Antwort :-). Ich erlebe täglich in der Meditation das ich Zeit in der Stille nicht wahrnehme. Dadurch bin ich präsent und Eins mit der Präsenz von Allem. Es gibt einen sehr alten Satz dazu: „Ich bin DAS ich bin.“. Im ersten Buch Mose steht es ähnlich. Das innere Erleben ist wundervoll.

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  2. Sehr interessante Gedanken. Ich glaube an Reinkarnation. Aber ich mag die Idee, dass wir alle eine Vereinbarung angenommen haben gut zueinander zu sein. Irgendwie ist das tröstend

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    1. Es gibt mittlerweile so viele Berichte und Menschen mit Erfahrungen mit höheren Energien usw, ich Zweifel immer mehr, ob Reinkarnationen eine Frage des Glaubens sind 😀

      Ich mag die Idee auch. Erscheint mir so romantisch wie naheliegend zu sein 🙂

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