Utopival 2016

Vom 01.-06. August wurde dieses Jahr in Ganderkesee, bei Bremen, das dritte Utopival ausgetragen. 

Das Utopival ist ein vom Netzwerk living utopia (Mainz) organisierter Mitmachkongress, auf den vier Säulen vegan, ökologisch, solidarisch und geldfrei basierend. Es werden neue Wege in wichtigen Bereichen des Zusammenlebens wie Bildung, soziales Miteinander, Wirtschaft und Politik erarbeitet, zugänglich gemacht und eingeleitet. Es geht um Konzepte, um das Vorleben (laut Niko Paech das „Blueprint-Prinzip) lebenswertschätzender Inhalte. 

Ich durfte als einer von 14 Teamern und von insgesamt ungefähr 130 Teilnehmern mitwirken. Letztere werden nach der Anmeldephase gelost. 

Vergangenes Jahr war das Utopival in vielerlei Hinsicht wegweisend für mich. Danach fiel ich die Entscheidung jeglichen Besitz weitestgehend schenkend abzugeben, meinen festen Wohnort zu verlassen und erstmals sämtliches Eigentum in einem Rucksack verwahrend zu reisen. Mir wurde klarer, was ich im Leben nicht mehr möchte. Ich habe viele spannende Denkanstöße aus den Workshops mitgenommen, noch mehr aber aus den Begegnungen mit charismatischen und inspirierenden Menschen gelernt. Vieles, was ich in mir getragen habe stieß während dieser einen Woche auf fruchtbaren Boden, andere Menschen brachten Steine ins rollen. Sind es nicht immer andere Menschen, die das in uns aufwühlen, was wir als intensiv empfinden? Ich stelle für mich fest, dass die Gesellschaft von Menschen, deren Schwingung ich meiner ähnlich sehe, mir am wichtigsten überhaupt ist. Solche Menschen treffe ich auf dem Utopival. 

Das Utopival vernetzt, ja verbindet, eine Menge guter und wissensreicher Menschen miteinander. Für jeden eine Möglichkeit den eigenen Horizont zu erweitern. 


Dieses Jahr war meine Vorfreude vor allem deswegen schon groß, weil gleich ein Dutzend meiner besten Freunde teilnehmen würde. Es ist mir eine der größtmöglichen Freuden gewesen dabei sein zu können, wie sie sich kennenlerneten und untereinander schätzen. Für mich sind mehrere kleinere Netzwerke, die sich allesamt erst in den letzten drei Jahren entwickelt haben, miteinander verschmolzen. Dass das Utopival verbindet, hat auf mich besondere Auswirkung. 

Jedes Utopival erhält von Beginn an seine ureigene Dynamik, so wie es eben läuft, wenn viele Menschen gemeinsam sind. Dieses Mal hielten Begegnung und Liebe die Schirmherrschaft über sechs Tage. Nie war es für so viele gleichzeitig ein Verlassen ihrer Komfortzone, nie für so viele der langersehnte Entfaltungsraum, nie wurde so offen geliebt und Gefühle miteinander kommuniziert. An jeder Ecke kamen sich Menschen näher, alleine oder in Gruppen. Lange Umarmungen, tiefer Augenkontakt und wärmendes Kuscheln begleiteten die meisten von uns. Wir haben alle zusammen einen Ort mit seinem ganz eigenen Charme versehen und ihn zu unserer Welt gemacht, zumindest für sechs Tage. Träume gingen in Erfüllung, Ängste fanden Zuhörer, Begeisterung verdrängte alles andere und individuelle Erfahrungen im Zwischenmenschlichen machten das Utopival dieses Jahr mal wieder zu einem Wahnsinnserlebnis für so viele. 


Wenn Menschen sich erst seit sechs Tagen kennen und den Ort verlassen, mit dem Bauchgefühl nicht gehen zu wollen, dann hat sich etwas bewegt. Entweder man stieß auf besondere Wertschätzung, oder Sehnsüchte wurden gestillt. 

Vor allem auf sozialer Ebene ist das Utopival für mich persönlich ein wegweisendes Event. Hier wird nicht nur über Utopie gesprochen, sondern auch gelebt. 

ein Kommentar

  1. Hallo, wir haben dich für den Liebsten Blog Award nominiert: https://winklbauer.wordpress.com/2016/09/07/liebster-blog-award-2/
    Greets

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