Versuchen

Das Leben funktioniert natürlicherweise perfekt, wenn Du bereit bist, es zu lassen. Wenn du versuchst, lässt du es nicht natürlich perfekt sein. 

In den vergangenen Monaten wurde ich immer wieder damit konfrontiert, dass jemand etwas versucht, „sein Bestes gibt“, dies aber zu keinen konstruktiven Konsequenzen führte. Das hat mich viel über den Unterschied von Versuchen und Machen nachdenken lassen. 

„Versuchen“ ist ein vom Verstand erschaffener geistiger Zustand. Synonyme sind u.a. „kämpfen“ und „sich Mühe geben“. Versuchen wird charakterisiert durch: 
1. ein Gefühl der Frustration 

2. ein Gefühl der Vergeblichkeit

3. Entschlusslosigkeit

4. einen Zustand ohne Zufriedenheit und

5. ohne Ergebnisse 

Trotz dieser trostlosen Aussicht wirst du auch von denen, die es besser wissen sollten, ermahnt „dein Bestes zu versuchen„. 

Das Leben kann funktionieren, wenn du im Zustand des Versuchens bist, aber genau wie beim Glauben passiert es trotz und nicht wegen deines Versuchens. 

Versuchen dient dem Zweck das Element des Opfers in die Erledigung der Lebensaufgaben einzuführen. Warum sollte Opfer Bestandteil deines Lebens sein? Zum einen gibt es dir recht. Du kannst anderen gegenüber die Rolle des Opfers spielen und, wenn diese dir das abkaufen, deren Mitleid empfangen. Der Lohn liegt somit in der Beziehung zu anderen. Gesegnet sei der, dessen Freunde ihm ins Gesicht sagen, was man als letztes hören möchte. 

Versuchen enthält eine eingebaute Entschuldigung, sodass du, wenn dein Vorhaben nicht gelingt, sagen kannst „Na ja, ich hab’s aber versucht„. Als Nächstes führst du dann den „Grund“ an, weshalb du es nicht erreicht hast, und dieser ersetzt das Erreichen des Ziels. 

Bringe Versuchen und Tun nicht durcheinander. Im Gegensatz zu dem, was den meisten von uns beigebracht wurde, besteht zwischen beiden kein natürliches Verwandschaftsverhältnis. Wenn du deine Aufgabe erledigst und „dir große Mühe gegeben hast“, ist das Ergebnis das gleiche, wie wenn du die Aufgabe ohne Anstrengung erledigt hättest. Was im Leben wirklich zählt, sind die Ergebnisse. 

Um beim Erledigen einer Aufgabe bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, ist es ratsam, allen unnötigen Ballast (wie den Zustand des Versuchens) fallen zu lassen. 

Wenn du das gelesen hast, fragst du dich vielleicht, was du damit anfangen sollst. Nun, folgendes: Höre auf dich zu beklagen! 

Sich beschweren ist ebenfalls zusätzlicher Ballast, der runterzieht. Höre auf dich zu beklagen, zunächst bei anderen und letztendlich bei dir selbst. Wenn du dich für einen Zustand des Opferns in deinem Leben entscheidest, dann ist das dein gutes Recht. 

Beachte bitte, dass ich kein einziges Mal gesagt habe, aufzuhören mit dem, was du tust. Ich gebe schlichtweg den Rat, das Versuchen bei dem, was du tust, wegzulassen. Wen interessiert es denn wirklich, ob du etwas „versuchst“? Man wird die Ergebnisse nehmen, vielen Dank sagen, aber nicht schätzen, wie sehr du dich aufgeopfert hast, um diese zu erzielen. Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was zählt. Es ist wirklich nicht ungehörig, das, was du im Leben haben möchtest, ohne Aufopferung zu bekommen. Ich werde es auch nicht weitererzählen, dass du nicht gelitten hast, um es zu bekommen. 

Die fundamentale Wahrheit, die du erleben musst, um „Versuchen“ aus deinem Leben zu entfernen, ist, dass das Leben natürlicherweise funktioniert, wenn du bereit bist es zu lassen. Vielleicht läuft es nicht so, wie du es gedacht hattest, aber es läuft. 

Es ist sogar so, dass du etwas tun musst, um es zu vermurksen. Ist so, ob du es „glaubst“ oder nicht. 

Folgendes solltest du dir wirklich merken: Lösungen sind nichts als das Material, mit dem du mehr Probleme konstruierst. Es ist nicht notwendig, dass du noch mehr Ballast hinzufügst, indem du fester glaubst oder intensiver versuchst. Es wird funktionieren, wenn du Extraballast fallen lässt, sodass dein Weg durchs Leben erleichtert oder gar erleuchtet wird, und du natürlich zum Ziel kommen kannst, wie es beabsichtigt war. 

(Quelle: Drehbuch für Meisterschaft im Leben)

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