Lektionen mit ihr: #2 Mensch und Person

In dieser Reihe möchte ich beschreiben, was die Beziehung zu ihr mich über Liebe, das Leben und mich selbst gelehrt hat. 
Sie öffnete mir die Augen dafür wie gespalten die meisten von uns in der heutigen Gesellschaft leben und wie zerreißend die Kluft zwischen uns als Mensch und als Person zu sein scheint. 

Wir hatten ein Leben geführt, wie die meisten anderen auch. Waren mehr damit beschäftigt uns zu finden, als neu zu erfinden. Hatten seit jeher viele Schwierigkeiten im Leben zu meistern, begleitet von Überforderung, Ohnmacht, Stress, Hilflosigkeit und den Rückfall in gewohnte Verhaltensmuster. Die Identifikation mit unserem eigenen Denken – welches auch als ein sechster Sinn wahrgenommen und bewusst eingesetzt werden kann (Prof. Gerald Hüther „Das Gehirn ist ein Problemlösungsorgan„) – führte uns beide immer weiter weg von unserem Seelenkern.

Ihrer leuchtete in vereinzelten Momenten hervor. Während unserer gemeinsamen Zeit allerdings war er für mich allgegenwärtig. Sie war der erste Mensch, deren Aura ich sehen konnte, interessanter Weise jedoch nicht bei unseren jeweils ersten und letzten Treffen. Ihre Ausstrahlung hat ganze Räume übernommen. Ich habe ihr Licht gesehen, ihre Liebe gespürt und ihre Begabungen für Energiearbeit bei Mensch und Tier erstrahlen sehen, ihre Verbundenheit mit dem Natürlichen und der Natur sowie ihre Schwächen und Stärken vollends erlebt. Sie als Ganzes begriffen. 

Der Mensch in uns sehnt sich nach Freiheit und ist harmoniebedürftig, danach lenkt er sein Tun. 

Freiheit heißt Liebe

Freiheit heißt „Gib mir Raum“

Freiheit heißt Treue

Freiheit ist ein Menschheitstraum

Freiheit heißt Rücksicht

Freiheit heißt Toleranz

Freiheit heißt „Hilf Mir“

Ich glaube Freiheit bleibt weiterhin unbekannt

(Söhne Mannheims, Freiheit)

Die Person jedoch unterstellt sich immer wieder eigenen Grenzen, verfolgt Bedürfnisse die erst aus dem eigenen Selbstbild resultieren. Geprägt von Angst, dem Festhalten am status quo, dem Überbewerten der eigenen Verletzlichkeit, der Abhängigkeit von Sicherheit mitsamt Entzugserscheinungen… 

Als Mensch sind wir einerseits alle gleich, alleine schon, weil wir einer Spezies angehören. Wir sind aber auch alle grundverschieden, mit ureigenen Begabungen, besonders und einzigartig. Als Personen finden wir uns in Personengruppen wieder, die sich über Interessen und Zugehörigkeit definieren. Es gibt für jeden eine passende Fassade zum auswählen, und „wie sehe ich mich in der Gesellschaft“, „was für Menschen habe ich in meinem Umfeld“, „welche Bedürfnisse sind mir wichtig“, sind Fragen deren Antworten unser Selbstbild bestimmen. 

Letztendlich entscheidet zumeist der Kopf. Das Leben dient nicht selten dazu das Ego zu befriedigen und Sicherheit und Freiheit zu illusionieren. Der Mensch in uns strebt nach dem zwei, der Nächstenliebe. Geliebt werden und lieben. Die Liebe als hohen Leitstern über unseren Absichten. Wo überall Liebe scheint, ist die drei nicht mehr weit. Das Denken, Empfinden, Sagen und Tun aus Liebe zu sich selbst, dem anderen und dem Leben. Ein offenherziges „Ja“ zu allem, was uns im Leben widerfährt. Es geht dabei nicht darum den Masochisten zu mimen, sondern jeglichen kommenden Schmerz annehmen zu können. Als Erfahrung, als Karma, als Teil des Lebens. 

Der Mensch ist wunderbar und gut. Nackt und unschuldig geboren, ausgesetzt in einer stürmischen Welt. Keiner von uns ist Schuld daran. Wer aber seine Verantwortung erkannt hat im Hier und Jetzt ein utopisches Licht zu schaffen, mit allem was er tut, es immer mit seinem ganzen Herzen verfolgt und bereit ist darein zu sterben, der hat seine Aufgabe hier verstanden. 

Wenn wir nur noch mit unseren Menschenaugen sehen, werden wir eine Welt entdecken, die noch keine Person zuvor gesehen hat. 

„Wer erkennt, dass er selbst nur eine Figur im Traum eines anderen ist, der ist zur Selbsterkenntnis erlangt.“ (Waking Life)

#1: Ärgern

2 Kommentare

  1. […] Dann geht es uns nämlich gut, dann werden emotionale Schwierigkeiten zu simplen Herausforderungen. Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. Nur wer seine eigene Dunkelheit versteht, kann die der anderen annehmen.  #1 Ärgern #2 Mensch und Person […]

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