Bewunderung, Dank, Nächstenliebe: Sei es dir selbst wert

Seit einigen Monaten ist eine Frau in den engeren Kreis meines Lebens getreten, die mich liebt – und ich liebe sie. Jeder Moment mit ihr erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit und einer wirklich wohltuenden Wärme in meiner Brust.
Was folgt ist eine Hommage an alle liebenden Menschen, die sich derzeit in einer schätzenswerten Partnerschaft befinden.

Ich mag an ihr so sehr, wie hübsch sie ist, dass sie die wahrlich schönste Frau der Welt sein muss und dass es mir besser geht, mich ein inneres Feuer ergreift, wenn ich ihr nur ins Gesicht schaue.
Dass ich mich an jedem Tag mehr in sie verliebe, dass mir jeden Tag etwas an ihr auffällt, was sie noch prachtvoller, noch wunderbarer wirken lässt und mich in Ungläubigkeit im Angesicht meines schier unendlichen Glücks erstarren lässt.
Ich liebe ihre blauen Augen, deren Muster mich an den Mythos Universum erinnert und in so bezauberndem Kontrast zu ihren vollen rötlichen Lippen leuchten. Grenzenlos, schwerelos, mystisch und von epischer Schönheit zugleich.
Ich liebe ihre zarten, weichen Wangen, ihre reine Haut, ihre süße Nase mit den Sommersprossen und wenn beim Lächeln nur ihr Lippenbändchen zu sehen ist.
Ich liebe an ihr, wie gut sich ihr Körper in meinen Händen und ihre Hände auf meinem Körper anfühlen. Das Gefühl, dass mein Körper wunderbar sein muss, da sie ihn berührt.
Wenn wir uns vereinen, uns spüren, ich wieder in sie eindringe, das Gefühl habe das unsere Körper nur aufeinander gewartet haben und wir uns liebkosend streicheln.
Dass sie der erste Mensch ist, der mir den langen Wunsch nach einer intensiven Massage erfüllen konnte und mich immer wieder so gerne massiert, jede einzelne Berührung von einer liebevollen Intention umgeben.

Ich mag an ihr so sehr diese Blicke, die sie nur mir zuwirft, ihr Liebesgeständnis durch ihre Augen. Die ständigen Bauchschmerzen, die wir beide vor Lachen haben und wenn es uns manchmal nicht gut geht, wir trotzig und kindisch reagieren, es schwierig fällt den anderen zu verstehen und im nächsten Moment alles geklärt, miteinander besprochen ist und wir uns lachend wieder in den Armen liegen, enger miteinander verbunden als im Moment zuvor. Dass alles was wir miteinander und füreinander machen uns näher zueinander bringt.

Ich mag an ihr so sehr, dass wir uns aus dem Nichts heraus unsere intimsten Gedanken offenbaren und über unsere Stimmung sprechen können, vor allem dann, wenn es uns nicht gut geht.
Dass unsere Liebe zueinander größer ist, als die Angst etwas falsches zu sagen, die Sorge den anderen womöglich zu verletzen oder an jahrelangen Gewohnheiten festzuhalten. Was in Liebe getan wird, was in liebender Absicht geschieht, kann niemandem Schmerzen zufügen. Liebe ist die Abwesenheit von allem, was möglicherweise negativ ist.

Ich mag an ihr so sehr, dass sie zu jedem Zeitpunkt zugänglich für alles zu sein scheint. Eine neue Studie, ein neues Rezept, ein neuer Gedanke, eine neue Stimmung, ein neues Thema oder spontaner Sex. Es ist egal was, es scheint keine Hürden, keine Bremsen, keine Kompromisse zu geben.
Es ist, als lebe man das Leben in Schwerelosigkeit mit Flügeln aus Wolken ausgestattet, die einen über jedes äußerliche oder gedankliche Hindernis fliegen lassen – aber es ist stets jemand dabei, mit dem man es gemeinsam erlebt.
Geteilte Freude ist doppelte Freude, das hat sie mich wissen lassen.

Ich mag an ihr so sehr, dass wir uns so ähnlich sind. Dass wir uns beim Essen das Beste bis zum Schluss auf dem Teller lassen, dass wir bequem und doch ehrgeizig sind, abenteuerlustig und über gemeinsame Drogenerfahrungen sprechen können.
Dass wir so gerne automatisch an unseren Gewohnheiten festhalten und doch zu jedem Zeitpunkt experimentierfreudig sind.
Dass wir miteinander Sport machen können und ich von ihr Yoga, Kochen und ihr Wissen zu veganer Ernährung lernen kann.
Dass wir (am liebsten Sonntags) auch mal lediglich abhängen und dass sie mir ein Vorbild ist bezüglich Freundlichkeit den Mitmenschen gegenüber.

Ich mag an ihr so sehr, dass wir ähnliche Vorstellungen und Wünsche haben und uns die Hände reichen, wenn es darum geht die eigenen Baustellen anzugehen.
Dass wir beide uns aneignen möchten erst um Erlaubnis zu fragen, bevor wir wiedermal intuitiv jemandem helfen möchten und dass wir dabei nur den nächsten Schritt anpeilen, statt wiedermal direkt nur an das zu erreichende Endziel denken.
Dass wir gemeinsam den Weg der Veränderung gehen möchten, jede unschöne Gabelung dabei in Kauf nehmen und wissen, dass wir bei keinem weiteren unserer Schritte alleine sein werden.
Dass wir einander vertrauen können, ohne Zweifel am anderen und mit der Hilfe des anderen die Zweifel an uns selbst zu überwinden.

Ich mag an ihr so sehr, wenn sie sich plötzlich hinter mich setzt, ihren Körper ganz eng an meinen drückt und mich umarmt, wenn unsere Nasen sich berühren, den Geschmack ihrer Lippen und wenn sie mich morgens weckt, indem sie ihren Kopf auf meine Schulter legt.
Dass sie mich andauernd versucht zu kitzeln, meine Nase küsst und sie dann kurz katzenartig ableckt, weil sie genau weiß, dass mich auch das kitzelt.
Ich mag an ihr so sehr ihre Natürlichkeit, dass sie sich nicht schminkt und ihre Freizeit im Tierheim verbringt, dass sie Tiere liebt, insbesondere Hunde und ihnen gegenüber so warmherzig und hoffnungsvoll begegnet, weil sie an ihnen so sehr schätzt, dass sie einem keine wohlwollende Tat übel nehmen.
Dass sie Nichtraucherin ist und es doch akzeptiert, wenn ich ab und zu rauche und noch viel mehr mag ich mit ihr gemeinsam einen Joint rauchen, draußen, den Mond betrachtend, sei es Beifuss oder Cannabis.

Mein größter Wunsch in einer Partnerschaft war es stets, dass ich jederzeit offen über alles sprechen kann, was mich bewegt und in mir vorgeht. Um verstanden zu werden, aber auch um es greifbar zu machen. Dafür brauche ich jemanden, der zuhören und verstehen möchte – nun habe ich sie gefunden, oder sie mich, oder wir uns.
Immer mehr wusste ich sie zu schätzen, nach jedem gemeinsamen Lachen, vor allem, wenn wir über uns selbst lachen – ohne, dass irgendwas unangenehm sein müsste.
Erst heute hat sie mich darum gebeten ihr ab und zu mitzuteilen, dass sie gut rieche, weil sie das doch so gerne höre – obwohl sie weiß, dass ich nicht riechen kann und umso mehr liebe ich sie dafür.

Es ist etwas Schönes, sich mit dergleichen positiven Gedanken zu umgeben, sich dieser Worte bewusst zu werden und sie zu verschriftlichen.
Zur wahren Entfaltung jenseits aller Grenzen kommen unsere Gefühle aber erst dann, wenn wir sie mit anderen Menschen teilen, ihnen mitteilen, sie aussprechen – immer wieder aufs Neue. Vorzugsweise mit den betreffenden Menschen.
Was unsere Liebe angeht also mit dem Menschen, den wir lieben.

Möget ihr es euch selbst wert sein, den Menschen denen ihr dankbar seid, dies zu sagen und eure Liebe mit ihnen zu teilen. Euren Fokus auf eure einzigartigen wohltuenden Gefühle zu richten, sie in die Welt zu rufen, jeden Interessierten an eurem Glück teilhaben zu lassen und das Schöne und Gute in euch zu fördern.

Wir leben in teils verdunkelten, vernebelten Zeiten, in denen warme Worte des Lobes oder Danks füreinander einen ganzen Tag erheitern können. Davon sollten wir mehr Gebrauch nehmen, vermehrt Licht und Frieden nach außen strahlen und Lächeln herbeizaubern.
Es ist simpel und erfordert doch so viel Tapferkeit, Selbstwertgefühl und Vertrauen.

3 Kommentare

  1. Nina Ryschawy · · Antwort

    Wie wunderbar dieser Text ist. Und es ist toll, dass Du Dich so wunderbar fühlst. Es ist war, man sollte dankbar und sich bewusst sein, was für großartige Menschen man um sich hat. Und man sollte Ihnen sagen, wie wertvoll sie für einen selbst sind.

    Gefällt 1 Person

    1. Nina Ryschawy · · Antwort

      Es soll heißen ….es ist wahr… Autokorrektur.

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    2. Danke dir fürs Lesen, das Teilen deiner Gedanken und dein Kompliment 🙂

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