In Liebe offen zueinander sein

Wenn man ohne etwas leben, aber nicht ohne es sein kann … das muss Liebe sein.
Liebe ist dieses Gefühl, wenn du jemandem etwas gibst und alleine dadurch Freude erlangst. Glück erhälst durch dein Handeln.

Wenn man ohne etwas, oder jemanden, leben, weiter existieren kann, von heute auf Morgen so tun kann, als wäre nichts geschehen – oberflächlich – seiner Aktivität weitergeht… aber man einfach nicht mehr ganz man selbst sein kann. Wenn etwas fehlt, etwas, was ein Teil von dir geworden ist … es vielleicht schon immer war?
Vermissen kann man etwas doch erst dann, wenn man sich bewusst darüber ist, dass es da war… oder? 
Eine Eigenschaft an sich selbst .. oh ich liebe es, wenn ich gut drauf bin. Ein Hobby, Musik oder Sport. Ich liebe es, wenn ich Fussball spielen kann. Eine Tatsache … ich liebe es, wenn draußen Schnee liegt und alles glitzert. Jemand anderer? Ich liebe sie.
Und natürlich man selbst .. oh ich liebe mich.

Plötzlich fehlt etwas, was zuvor fester Bestandteil von mir selbst war. Überzeugungen, eine Hoffnung, meine Art mit Schwierigkeiten umzugehen, etwas wirft mich aus der Bahn, ich scheine neben mir zu stehen … ich liebe mich nicht mehr.

Was mache ich dagegen? Bade ich in diesem Leid, in der Hoffnung, dass mich selbst zu bemitleiden Wunden heilen könnte? Lasse ich die Zeit für mich arbeiten? Die Zeit heilt immerhin alle Wunden…

Oder realisiere ich, dass ich neben mir stehe und trete einen Schritt zur Seite, dorthin, wo ich eben noch stand. Was würde ich jemandem raten, der mir grade von dem erzählen würde, was in meinem Kopf abgeht? Was wäre nachvollziehbar? Was eine mögliche Lösung?
Es ist die Sache, die in uns etwas getriggert hat. Nun brauchen wir etwas, was wiederum anderes triggert. Einen Lichtblick.

Ich finde, dass reden ganz gut hilft. Wir reden wenig miteinander, finde ich. Also, über die Dinge, die für uns selbst wirklich von wert sind. Oder? Vielleicht wäre ein Schritt in eine scheinbar revolutionäre Richtung dieses Verhalten langsam abzulegen und uns zu öffnen.
Verschließen wir uns eigentlich? Kann es sein, dass es uns manchmal unangenehm ist authentisch offen und transparent miteinander zu kommunizieren? Haben wir Angst uns zu blamieren? Zu viel preiszugeben? Womöglich eine Grenze zu überschreiten, bei der wir uns wünschen, dass sie nicht vorhanden wäre („Ich kann das doch jetzt nicht ansprechen… schön wäre es, wenn wir darüber einfach sprechen könnten…“)? Eine Grenze innerhalb einer Beziehung, die uns nicht näher zueinander bringt, wir sie aber dennoch als lohnenswert erachten sie zu schützen? Was stellen wir damit eigentlich in Schutz? Was kann denn passieren? 
Wir könnten gewohnte Muster durchbrechen, die uns bisher ja irgendwie auch nicht wirklich weitergeholfen haben. Hm… wir könnten den Raum dafür schaffen, dass uns jemand ehrlich helfen kann, weil er es möchte und wir es alleine scheinbar nicht schaffen. Wir könnten zumindest versuchen Vertrauen aufzubauen, liebevolles Miteinander zu spüren und uns daran zu erinnern, dass wir nicht alleine sind auf dieser Welt – schon gar nicht mit unseren Schwierigkeiten.

Gute Gespräche entstehen immer dann, wenn das Ergebnis der Unterhaltung von Anfang an offen steht. Dafür brauche ich jemanden, der zuhören möchte und nicht von Beginn an einen Schlussstrich gezogen hat. Einen Schlussstrich unter seine eigene Meinung, das was er glaubt über den anderen zu wissen oder sich einbildet, was in dessen Kopf vorgegangen ist.

Ich finde transparent zu sein erfordert nicht mal Stärke, weil es gar keinen inneren oder äußeren Kampf bedingt. Den führen wir doch lediglich mit uns selbst, wenn wir es mal wieder nur mit uns selbst ausmachen wollen.
Vertrauen brauche ich vor allem, aber es wird mit jedem Mal wachsen können, mit dem ich auf den anderen zugehe. Deswegen beginne ich vielleicht auch erstmal mit den Menschen, die ich liebe, die mir nahe stehen, mit guten Freunden oder Familie.
Meine Güte, was sich da alles in ungeahnte positive Sphären entwickelt hat, seitdem ich entschieden habe einfach mal miteinander über alles zu sprechen… Wahnsinn.
Hätte ich ja vorher gar nicht gedacht 🙂

 

 

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