Die sieben Universellen Gesetzmäßigkeiten

Die heute bekannten „Universellen Gesetzmäßigkeiten“ gehen weitgehend auf die sogenannten „Hermetischen Schriften“ bzw. „Hermetischen Gesetze“ zurück, die Hermetik beeinflusste darüber hinaus das naturwissenschaftliche Weltbild bis in das 17. Jahrhundert hinein.

1. Das Prinzip des Geistes
Die Quelle des Lebens ist unendlicher Schöpfergeist (Gott). Die Schöpfung ist mental. Geist herrscht über die Materie. (Hans-Peter Dürr äußert sich dazu)

 

Dieses Gesetz beschreibt die grundsätzliche Essenz des Universums: Alles ist mit allem verbunden. Alles ist eins. Die schöpferische Kraft des Universums ist reiner Geist, reine Idee, aus der alle Schöpfung entspringt. Es ist reines Bewusstsein, welches aus dem Feld unendlicher Möglichkeiten, dem Feld des reinen Potenzials erschafft.
Alle Schöpfungen, die jemals erdacht worden sind und die noch nicht erdacht worden sind existieren als Idee, als Möglichkeit in diesem Feld des Potenzials. Aus der Sichtweise der modernen Quantenphysik ist dies nichts anderes als das Feld der Quantenwahrscheinlichkeiten, aus denen heraus alle Schöpfungen durch einen Akt der bewussten Fokussierung in die Realität, die Erfahrung des Einzelnen gebracht werden können.
Wir können damit auch sagen, dass dieses Feld des reinen Bewusstseins Gott ist.
Aus diesem Prinzip heraus ergeben sich alle weiteren Prinzipien bzw. Gesetzmäßigkeiten, und zwar bereits alleine aus der Tatsache, dass es keine Trennung gibt.

 


2. Das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma)
Jede Ursache hat eine Wirkung. Jede Wirkung hat eine Ursache. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die mit gleicher Intensität zum Ausgangspunkt, also zum Erzeuger zurückkehrt.

 

Das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) hat nichts mit der Idee von Schuld und Bestrafung zu tun, sondern es ist in Wahrheit vollkommen neutral zu verstehen.
Da alle Schöpfung aus dem Geist entspringt, ist der Geist die erste Ursache. In unserer physischen Realität sind dies unser Glauben, das, was wir als wahr erachten. Wir erdenken etwas zuerst, fühlen es, und erst dann realisieren wir es in unserem physischen Erfahrungsfeld.
In unserer (noch) begrenzten Erfahrung nehmen wir zunächst allerdings nur einen kleinen Teil der Aspekte unserer Schöpfung wahr, die wir selbst in Gang gesetzt haben. Alle übrigen Aspekte unserer Schöpfung, das heißt sämtliche Konsequenzen, die sich aus dieser Schöpfung ergeben, gelangen ebenfalls zu uns zurück, da wir sie ja selbst haben Realität werden lassen.
Da wir uns im physischen durch die Illusion von Raum und Zeit von unseren Schöpfungen weitgehend getrennt erleben, wundern wir uns so, wenn zu irgendwelchen späteren Zeitpunkten, noch Aspekte der von uns geschaffenen Schöpfungen begegnen, deren Ursachen wir bereits längst vergessen haben. Wir können der Konsequenz unserer Schöpfungen nicht entfliehen. Wir können sie jedoch über unsere aktive Bewusstseinsarbeit integrieren – und so die Ausagierung der Erfahrung begrenzen. Dies kann dann als Akt der Gnade und Vergebung erfahren werden.

 


3. Das Prinzip der Entsprechung oder Analogien
Wie oben – so unten, wie unten – so oben. Wie innen – so außen, wie außen – so innen. Wie im Großen – so im Kleinen. (Oder was ich immer wieder gerne betone: „How you do anything, you do everything.“)

 

Betrachte einmal die Ähnlichkeit zwischen der Struktur eines Atomkerns und z.B. der Struktur eines Sonnensystems. Dies ist ein schönes Beispiel für das hermetische Gesetz der Entsprechung. Es zeigt, dass das Universum eine Struktur hat, die Ähnlichkeiten und Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos erzeugt.
Ein weiteres schönes Beispiel ist das der Fraktale. Fraktale sind mathematische Strukturen, in denen sich die zugrunde liegenden Muster auf der nächsten Ebene immer wieder wiederholen.
Das Prinzip der Entsprechung ist beispielsweise Grundlage der Arbeit beim Kartenlegen oder in der Astrologie. Beim Kartenlegen wird ein scheinbar zufälliges Muster erzeugt, welches Ähnlichkeiten (Synchronizitäten) zu tatsächlichen Realitäten ergibt. An diesen Mustern kann der mediale Lebensberater ablesen, welche Lebenssituation sich beim Fragenden andeutet, sofern dieser seinen gegenwärtigen Weg beibehält. Der freie Wille des Fragenden gibt diesem die Möglichkeit, eine neue Wahl zu treffen und damit einen anderen Weg einzuschlagen.
In der Astrologie zeigt das Radix, das Geburtshoroskop ein synchrones Muster, welches dem Astrologen wertvolle Hinweise auf den Lebensplan, die Potenziale und Lernaufgaben des Fragenden gibt.

 


4. Das Prinzip der Resonanz oder Anziehung
Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Ungleiches stößt einander ab.

 

„Der Glaube versetzt Berge“ … so heißt es schon in der Bibel. Und tatsächlich ist es so, dass unsere Glaubensvorstellungen / Paradigmen unser Leben derart beeinflussen, dass wir oft regelrecht zu den Marionetten eben jener geworden sind.
Wesentlich hierbei ist es, dass es nicht nur die Vorstellungen unseres rationalen Verstandes sind, die hier zum Tragen kommen, sondern eben auch die unbewussten Vorstellungen, die – ohne dass wir uns der ursächlichen Mechanismen bewusst sind – unser Verhalten über unsere Emotionen steuern.
Haben uns beispielsweise unsere Eltern vermittelt, dass Musiker von ihrer Kunst nicht leben können, und wir haben dennoch den Beruf des Musikers ergriffen, so werden wir so lange zu wenig Geld haben, wie wir unbewusst diese Aussage unserer Eltern verinnerlicht haben. Erst dann, wenn wir in unserem Herzen vollkommen davon überzeugt sind, dass wir eine besondere Begabung haben, die sich durch einen entsprechenden Wert ausdrückt, der uns dafür zukommt, erst dann haben wir unsere alten Glaubensvorstellungen durchbrochen und können wirklich den angemessenen finanziellen Ausgleich für das erhalten, was wir geben.
Das Gesetz der Resonanz oder Anziehung ist als „Gesetz der Bestätigung“ auch dafür verantwortlich, ob wir im materiellen Fluss sind (genug Geld haben), oder unter finanziellem Mangel leiden.
Erkennen wir unseren eigenen Wert nicht an, sondern suchen wir diesen immer nur in der Bestätigung durch andere, so sind wir auch davon abhängig, welcher Wert uns durch die Anderen in finanzieller Form gegeben wird. Und dieser Wert ist nach dem Gesetz der Bestätigung immer der geringe Wert, den wir uns in unserem Unterbewusstsein selbst geben, von dem wir aber hoffen, dass er von außen als höher angesehen wird. Das Gesetz des Ausgleichs sorgt zusammen mit dem Gesetz der Bestätigung dafür, dass wir das als (Geld-) Wert erhalten, was unserem eigenen Glauben über unserem Wert entspricht.
Das Wiedererkennen unserer verdrängten Muster aber auch das Erkennen unserer Lern- und Lebensaufgaben geschieht durch das Gesetz der Resonanz, das sich auch aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung ableiten lässt.
Du kannst das Gesetz der Anziehung nutzen (dazu gibt es auch inspirierende Interviews mit Prominenten wie z.B. Will Smith oder Jim Carrey), um Wunsch-Ereignisse in dein Leben zu bringen. Dies wird jedoch nur dann funktionieren, wenn es keine dir unbewussten Muster oder Glaubensvorstellungen mehr gibt, welche dem angestrebten Wunsch widersprechen. Versuchst du nun, einen bestimmten Wunsch zu manifestieren, und sind noch unbewusste Muster in dir vorhanden, welche das Gegenteil besagen, so wirst du genau dieses Gegenteil anziehen (Gesetz der Wiederkehr des Verdrängten) , anstatt zu erhalten, was du bewusst anziehen wolltest. Daher ist es essenziell, zunächst alle inneren Sabotageprogramme und alle begrenzenden Vorstellungen zu transformieren, bevor wir versuchen, etwas Bestimmtes zu manifestieren.

 

Aus dem Gesetz der Anziehung ergibt sich auch das Gesetz der Wiederkehr des Verdrängten.
Gelangst du in die Nähe eines Ereignisses, eines Menschen, einer Situation, die eine ähnliche Schwingungssignatur wie deine eigenen Muster aufweisen, so wirst du selbst in Resonanz versetzt. Du gehst auf dieses Muster ein und musst dich zwangsweise damit auseinandersetzen. Dies geschieht so oft, bis du das Muster gänzlich aufgelöst hast.
Auch wenn du versuchst, dieser Schwingungssignatur aus dem Weg zu gehen, wird sie dir immer wieder begegnen, wird sie immer wieder die Emotionen, die Anziehungskraft auf dich ausüben, die dich dazu bewegt, sich damit auseinanderzusetzen.
Sobald du das Thema vollständig bearbeitet hast, ist die Schwingungssignatur in dir ausgeglichen, quasi ausgelöscht. Du gerätst also fortan auch dann, wenn du Menschen oder Situationen mit einer entsprechenden Schwingungssignatur begegnest nicht mehr in Resonanz – du bemerkst sie gar nicht mehr, weil es dich in deinem Innern nicht mehr berührt, keine Emotionen mehr in dir auslöst.
Ein vom Gesetz der Anziehung ableitbares Gesetz ist das Gesetz der positiven und negativen Verstärkung. Es besagt, dass die erlebte Bestätigung einer Situation unseren Glauben an den zugrunde liegenden Zusammenhang und somit die Wiederholungswahrscheinlichkeit dieser Situation verstärkt, ebenso wie eine negative Grundeinstellung (Angst) die Gefahr des Auftretens dieser befürchteten Situation verstärkt.

 


5. Das Prinzip der Harmonie oder des Ausgleichs
Der Fluss allen Lebens heißt Harmonie. Alles strebt zur Harmonie, zum Ausgleich. Das Stärkere bestimmt das Schwächere und gleicht es sich an.

 

Harmonie (Liebe) ist der Ur-Zustand des Universums, die Ganzheit, Vollständigkeit und Vollkommenheit des Göttlichen Ausdrucks, die Essenz Gottes. Das Prinzip der Harmonie wirkt als „Höchste Wahrheit“ von der Quellebene aus und führt langfristig alles zum vollkommenen, harmonischen Ur-Zustand zurück.
Auch dieses Gesetz taucht in unserem täglichen Leben auf, bereits in physikalischen Grundgesetzmäßigkeiten.
Bringt man ein positiv und ein negativ geladenes Teilchen zusammen, so gleichen sich ihre Ladungen aus. Bis sich diese Ladungen ausgeglichen haben, ziehen sich diese Teilchen quasi magnetisch an, denn sie streben nach Ausgleich.
Bringt man einen Magneten mit seinem Nordpol in die Nähe eines Magneten mit dessen Südpol, so ziehen sich beide Magneten an, bis sich ihre Kräfte ausgleichen können.
Bringt man einen heißen Gegenstand in Kontakt mit einem kalten Gegenstand (z.B. einen Teelöffel in eine Tasse mit heißem Tee), so gleichen sich ihre Temperaturen an, bis beide auf einem gleichen Temperaturniveau sind. Die Wärmeenergie strömt zwischen beiden Gegenständen und gleicht sich aus.
Ebenso muss deine Seele diesem Gesetz des Ausgleichs folgen, um wieder ihren vollkommen harmonischen Ur-Zustand zu erreichen.
In der Praxis des physischen Lebens heißt das, dass du eine ganze Reihe aktiver, gelebter und passiver, nicht verwirklichter Potentiale mit auf die Erde bringst und danach strebst, alle Potentiale in einen vollkommen entwickelten ausgeglichenen Zustand zu überführen.
Dies ist u.a. auch die Lernaufgabe in einer Beziehung. Der Partner bzw. die Partnerin zeigt dir im Spiegel, was du noch lernen, heilen, vervollständigen musst. Ebenso bekommst du im Spiegel ihre ganzen negativen Glaubensvorstellungen präsentiert, so lange, bis du sie transformiert hast. Du hast nun die Möglichkeit, an dir selbst zu arbeiten, oder davonzulaufen. Läufst du davon – und der nächsten Beziehung in die Arme, beginnt das gleiche Spiel von vorne. Du wiederholst deine Beziehungserfahrung so lange, bis du dich selbst geändert, geheilt und vervollkommnet hast.
Die übrigen Gesetze, also das Gesetz von Ursache und Wirkung und das Gesetz der Resonanz führen dich immer in die Situationen, die dich nötigen, deine Potentiale ganz zu entfalten und in Balance miteinander zu bringen.

 


6. Das Prinzip von Rhythmus und Schwingung
Alles fließt hinein und wieder hinaus. Alles besitzt seine Gezeiten. Alles steigt und fällt. Alles ist Schwingung.

 

Dieses Gesetz weist auf den kosmischen Rhythmus von Werden und Vergehen hin: Alles bewegt sich in Zyklen. Die Schöpfung entsteht im Urknall, das Universum expandiert, materialisiert sich, erfährt sich selbst und fällt schließlich wieder in sich zusammen, um in einem neuen Schöpfungszyklus neu zu entstehen.
Zyklen, Kreisläufe und Spiralen finden sich im gesamten Universum wieder, von der Bewegung der Galaxien um ihre Zentren über die Bahnen der Planeten, welche ihre Sonne umkreisen bis hin zu den Gezeiten, zu den Jahreszeiten, dem Zyklus der Frau, dem Tag-/Nacht-Rhythmus, u.v.m.
Auf einen Aufschwung folgt immer eine ruhige Phase der Regeneration und inneren Kraftschöpfung, die sich dann in einer neuen Phase des Aufschwungs im Außen manifestiert.
Das Wissen um das Gesetz der Zyklen hilft uns, mit Phasen, in denen scheinbar nichts funktioniert anders umzugehen und diese zur Regeneration und Neu-Schöpfung zu nutzen.
Die Maya wie auch andere indigene Völker waren sich bereits vor tausenden von Jahren des Prinzips der Zyklen bewusst und haben diese in ihr ganzes Leben integriert. In der Maya-Kosmologie finden wir anstatt einer einfachen Zählung von Tagen und Nächten ein komplexes System von Energie-Qualitäten, welche sich in fraktalen Mustern wiederholen und in Spiralen zu immer höheren Bewusstseinsstufen fortentwickeln.

 


7. Das Prinzip der Polarität und der Geschlechtlichkeit
Alles besitzt Pole. Alles besitzt (innerhalb der Dualität) ein Paar von Gegensätzen. Die Gegensätze sind eins. Gleich und Ungleich sind eins.

 

Das Gesetz der Polarität besagt, dass innerhalb der Dualität immer Zweiheiten existieren. Beide bedingen sich gegenseitig, damit sie jeweils im Gegensatz zu ihrem gegenteiligen Pol erfahren werden können:
Licht kann nur im Kontext der Dunkelheit erfahren werden und umgekehrt.
Warm kann nur im Kontext von Kalt erfahren werden, und umgekehrt.
„Gut“ kann nur im Kontext von „Schlecht“ erfahren werden.
Die Geschlechtlichkeit demonstriert uns die Dualität und gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit, in der Verbindung und Verschmelzung beider Pole die Einheit zu erfahren.
Alle diese Zweiheiten / Polaritäten bedingen das Fällen von Urteilen, das In-Bezug-Setzen von einer Seite zu einer anderen, damit sie erfahrungsgemäß kennen gelernt werden können.
Außerhalb der Erfahrungswelt der Dualität existiert nur das reine Sein, das Ich Bin. Auf dieser Ebene können Polaritäten nicht erfahren sondern nur begrifflich erfasst werden. Dennoch sind die Polaritäten als Aspekte des Ganzen in Allem-Was-Ist eingebettet.
Wenn wir uns des Prinzips der Polaritäten bewusst sind, erkennen wir, dass wir, solange wir innerhalb der Welt der Dualität erschaffen immer Polaritäten erzeugen, denn der eine Pol kann ohne den anderen Pol nicht existieren. Wir müssen also, um beispielsweise Liebe erfahren zu können zunächst in unserem Umfeld die Erfahrung des Gegenteils der Liebe machen können. Um zu erfahren, was Reichtum wirklich bedeutet, müssen wir zunächst den Mangel erfahren haben.
Haben wir in unserem Leben alles verwirklicht, kann auch ein außerhalb von uns liegender Bezugspunkt dazu dienen, das, was wir haben wirklich zu erfahren.

 

 

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