„Mein“ erstes Dinkelbrot

Ich weiß nur, dass ich nichts weiß. Ich wusste noch nicht mal, dass es für zuhause kaufbare Brotbackautomaten gibt.
Die Familie, bei der ich derzeit wohne, kündigte mir bereits zu Beginn an, dass wir jeden Abend eigenes Dinkelbrot herstellen für den kommenden Tag. „Wie geil ist das denn?!“ war mein erster Gedanke. Der zweite „Shit, wie viel Arbeit ist das denn!?„.
Lediglich der erste Gedanke sollte sich als begründet herausstellen.

Gott, oder wer auch immer möge dieses Gerät bitte segnen. 130€ war der Kaufpreis des Automaten, den wir benutzen. Die gibt es jedoch sowohl günstiger, wie auch teurer – für jeden was dabei. Die Zubereitung dauert ungefähr drei Minuten, danach backt der Automat drei Stunden vor sich hin – per Timer lässt sich aber auch einstellen, dass das Brot genau zum Frühstück erst fertig sein soll.

In diesem Haushalt wird kein Brot gekauft. Das Dinkelbrot hält sich als Ganzes locker ein paar Tage, einzelne Scheiben trocknen jedoch nach wenigen Stunden etwas aus und verhärten sich – ich sorge persönlich dafür, dass hier nichts vom kostbaren Brot verworfen wird; wobei ich eingestehen muss, dass es gut sättigt.
Dinkelbrot habe ich das erste Mal gegessen, als ein Engel namens Tabea während unserer geldfreien Reise Jens und mir ein Leib schenkte – damals habe ich mir selbst gerne eingestanden, dass ich noch nie schmackhafteres Brot gegessen hatte. Und ich liebe es heute noch.

Reines Dinkelbrot ist so gesund wie kaum ein anderes.

Dem Dinkel muss in einem Extra-Arbeitsschritt der Spelz entfernt werden, was beim Weizen nicht nötig ist. Weizen spricht äußerst gut auf Kunstdüngergaben an, während sich der Dinkel von chemischen Düngemitteln nicht beeinflussen lässt. Dinkel ist daher auch das ideale Getreide für die Bio-Landwirtschaft.

Obwohl weniger ertragreich und hinsichtlich Ernte und Verarbeitung arbeitsintensiver als Weizen, schätzen Bio-Landwirte die durchaus auch vorhandenen Vorzüge dieser Getreideart: So gilt Dinkel als sehr robust und wetterbeständig und lässt sich auch auf kargen, steinigen Böden bis in ca. 1.000 Meter Höhe anbauen. Da er keinen Kunstdünger verträgt, kann der Dinkel überdies genauso in Wasserschutzgebieten angebaut werden.

Die beim Dinkel vorhandene Spelzhülle schützt das Korn vor Schädlingen, Pilzen und allen möglichen Umwelteinflüssen und dürfte ein Hauptgrund für die Widerstandsfähigkeit dieses Getreides sein.

Weizen hingegen benötigt nicht selten chemische Fungizide oder andere Pflanzenschutzmittel, um bis zur Ernte überleben zu können.

Dinkel liefert insgesamt mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als Weizen.

Dinkel kann nach unserem Säure-Basen-Modell zu den guten Säurebildnern gezählt werden und kann daher sehr gut eine hochwertige und gesunde basenüberschüssige Ernährung ergänzen.

Für eine stabile Gesundheit braucht der Organismus nämlich nicht nur basische Lebensmittel, sondern sehr wohl auch die guten Säurebildner.

Lese mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/dinkel.html#ixzz3xcJjNaqg

Auf ein Jahr des Dinkelbrotes! Und auf all die anderen erstaunlich vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten für Dinkel (Kekse, Müsli, Bratlinge, Füllungen, Kuchen, Nudeln, Eierkuchen, Muffins, Milch …)! 🙂

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